2.7. Feldenkrais-Therapie

Die Feldenkrais-Methode basiert auf der reversiblen Beziehung unseres Muskel- und Nervensystems. Beide wiederum stehen in Wechselbeziehung zur Schwerkraft, die als Hauptgegenkraft beim Prozess der Aufrichtung in der menschlichen Entwicklung wirkt. Wir erlernen unsere Bewegungsmuster aus einer Vielfalt von Möglichkeiten. Sie sind selten die einfachsten und ökonomischsten und führen daher oft zu körperlichen Problemen. Unsere große "Verwundbarkeit" resultiert aus unserem hohen evolutionären Entwicklungsstand (im Vergleich zur Tierwelt).

Bei der Feldenkrais-Methode geht es um Verbesserung der Körperhaltung und Bewegungsabläufe durch Erspüren und Bewusstmachen von für die normale Aktivität eigentlich ungünstigen, aber durch die Behinderung leider mehr oder minder zwangsweise erlernten, falschen Bewegungsmustern. Dadurch werden Verspannungen gelöst und  Schmerzen durch Ökonomisierung von Bewegungsabläufen und Verbesserung der Beweglichkeit reduziert. Auch hier gilt: Große Anstrengungen behindern große Lernerfolge.

Die Feldenkrais-Methode wendet sich aber auch an alle die Menschen, die ihre Bewegungsmöglichkeiten besser erfahren wollen, die Schmerzen (z. B. Rücken- oder Schulterschmerzen) lindern oder loswerden wollen, die sich harmonischer bewegen oder Anmut und Grazie entwickeln möchten (Tänzer). Die Methode ist für jeden Patienten praktizierbar, sei er schwerstbehindert oder bettlägerig, sei er auch "nur" unausgeglichen und angespannt.

Audio-Datei Feldenkrais-Therapie (Urheber ist der mittlerweile aufgelöste PolioEcho e. V.)


Bundesverband Poliomyelitis e.V.

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