Basislabor:

  • Na, K, Ca, PO4, Kreatinin,
    Blutzucker
    ASAT, ALAT, CK
    Diff.-BB
    Blutsenkung
    TSH

Labor

Spezifische Laborveränderungen des PPS sind bisher nicht beschrieben. Wesentlich ist ein Ausschluss metabolischer oder endokrinologischer Entgleisungen, die mit einer Muskelschwäche oder –schmerzen einhergehen können.

Häufig weisen PPS Patienten als Zeichen einer muskulären Überlastung eine leicht bis allenfalls mäßig ausgeprägte Erhöhung der CK auf. Je nach oberem Grenzwert des Labors ist eine Erhöhung auf ca. 500 – 800 U/l noch mit der Diagnose von Polioresiduen vereinbar. Daneben ist die Bestimmung der CK auch geeignet, bei krankengymnastischen
Übungen eine Muskelüberlastung bereits vor Auftreten der klinischen Symptomatik festzustellen.

Verglichen mit Kontrollen fanden sich bei PPS-Patienten im Serum TNF-alpha, IL-6 und Leptin signifikant erhöht. Diese Ergebnisse bedürfen der Bestätigung und weiteren Interpretation, könnten aber einen Hinweis darauf darstellen, dass beim PPS eine entzündliche Aktivität eine Rolle spielt. Da der Spiegel von TNF-alpha eine Korrelation zu Muskelschmerzen aufwies, könnte sich hier eine therapeutische Konsequenz ergeben.
Der Polio-Antikörper-Titer beweist weder eine durchgemachte Polio noch ein PPS, da die
Impfung und inapparente Infektionen (z. B. auch mit Impfviren) ebenfalls zu Titererhöhungen
führen können. Eine Titerbestimmung ist daher nicht sinnvoll. Eine Liquoruntersuchung gehört nicht routinemäßig zur Abklärung von PPS-Patienten.

Die Indikation ergibt sich, wenn z.B. eine Multiple Sklerose oder eine chronische ZNS
Infektion ausgeschlossen werden muss. Dabei finden sich nicht ganz selten eine leichte
Erhöhung der Zellzahl oder auch positive oligoklonale Banden.

Bundesverband Poliomyelitis e.V.

  • Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmung
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