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    [Poliomyelitis]

    Poliomyelitis anterior acuta oder spinale Kinderlähmung, wie diese Krankheit auch genannt wurde, ist eine akut auftretende Viruserkrankung, die in der westlichen Welt etwa bis in die frühen 60er Jahre verbreitet war.

Vorschau PN 2/2024


Schwerpunktthema: barrierefreies Reisen

Ausgabe 2 / 2024 der Polio-Nachrichten berichtet ausführlich über verschiedene Möglichkeiten für mobilitätseingeschränkte Reisende, mit wenig Barrieren unterwegs zu sein.

In dem Artikel „Mobilität und Reisen“ rät zum Beispiel Harald Frömming, ein Altersrentner mit Post-Polio-Syndrom und anderen Erkrankungen (GdB 100), der seit acht Jahren im Rollstuhl unterwegs ist und auf diese Weise weit über 80 Länder bereist hat, sich bei der Planung ein paar grundsätzlichen Überlegungen zu stellen. Zuerst sollte man mit der Frage beginnen, wo man eigentlich hinwill. Nicht andersherum, was bekommt man als Mobilitätseingeschränkter angeboten. Denn, so Frömming: Auch als Reisender mit einer Mobilitätseinschränkung ist fast alles möglich.

Wenn das Ziel klar ist, sollte man klären, wie man reisen will: Mit dem Auto, mit dem Bus, der Bahn, dem Flugzeug, dem Schiff oder in Kombination der Genannten. Sind Zwischenaufenthalte, Zubringer oder ähnliches nötig? Frömming beantwortet weitere Fragen: Wie und wo buchen wir die Reise? Welche Besonderheiten sind zu beachten? Sollten Hilfsmittel mitgenommen oder ausgeliehen werden? Welche Genehmigungen oder Voranmeldungen werden benötigt? Ein sehr informativer Serviceartikel, der Mut macht, eine Reise in die weite Welt anzutreten - trotz Rollstuhl. Er selbst ist gerade zu Beginn dieses Jahres in Rio de Janeiro (Brasilien) gewesen.

Vorschau Polio-Nachrichten

Foto: Harald Frömming

Der Traum vom Nordkap

Ein Reisebericht von Ines Döhling und René Goldschadt

Die beiden erzählen von ihrem Traum, zum Nordkap zu reisen. Davon, dass sie unzählige Male mit den Fingern auf der Landkarte dorthin fuhren und dabei der Wunsch, dort anzukommen, immer größer wurde. Sie berichten von ihren Vorbereitungen seit 2001, von den Recherchen im Internet, von Messebesuchen bei den Campern und der Suche nach einer Lösung, den Rolli mitzunehmen. Vor allem aber beschreiben sie die eigentliche Fahrt in den Norden, die sie im Juni 2023 endlich antraten – von Annaberg-Buchholz im Erzgebirge bis nach Rostock, um am nächsten Tag mit der Fähre nach Schweden überzusetzen. Wie sie in Mariannelund die Spur von Astrid Lindgren aufnahmen und den berühmten Katthult Hof besuchten, wo der blonde Michel seine Späße trieb. Anschließend schafften sie zwei große Etappen von jeweils über 700 Kilometern am Stück bis nach Stockholm. Dann in die schwedischen Wälder. Hunderte Kilometer wellig und gefühlt immer schnurgeradeaus. Selbst der Polarkreis war nur einen kurzen Aufenthalt wert. Am 10. Juni erreichten sie nach etwa 3000 Kilometern bei schönstem Wetter das Nordkap.

René Goldschadt und Ines Döhling berichten auch ausführlich von der Rückfahrt durch Norwegen entlang der Fjorde, über Schweden und Dänemark, von Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen bis zurück nach Annaberg-Buchholz. Und sie ziehen das Fazit, dass alle Nordländer uns hier in Deutschland um mindestens zwei Dinge weit voraus sind: In Skandinavien ist überall Barrierefreiheit anzutreffen und die Digitalisierung des ganz normalen Lebens ist weit fortgeschritten.

Nordkap

Foto: René Goldschadt


Bundesverband Poliomyelitis e.V.

  • Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmung
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