Alt werden ist nichts für Feiglinge


Über diesen nicht einfachen Prozess erzählt Margot Pietsch in einem sehr persönlichen Artikel. Darüber, was es bedeutet, wenn das Post-Polio-Syndrom Stück für Stück das Leben stärker beeinflusst. Wenn das Umsetzen vom Bett in den Rolli oder vom Rolli auf die Toilette immer schwieriger wird und irgendwann gar nicht mehr funktioniert. Was dann? Was, wenn der Pflegedienst die ambulante Versorgung ablehnt, weil er nicht das nötige Personal hat?

Margot Pietsch erinnert sich an ihren alten Pfarrer, der es auf den Punkt brachte, als er ihr schrieb: „Es ist traurig, wenn Eheleute, die so viele Jahrzehnte miteinander in Freud und Leid verbunden waren, dann auf der letzten Strecke ihres Pilgerweges getrennt leben müssen.“ Die Erfahrung, die Margot gewonnen hat, möchte sie gern weitergeben und sagen, wie wichtig es sei, rechtzeitig zu erkunden, welche alternativen Wohnformen es in der Nähe gibt, um auch soziale Kontakte zu erhalten. Den Gedanken, was wäre wenn, nicht zu verdrängen, sondern dafür zu sorgen, dass es bestmöglich weiter gehen kann.

Bildunterschrift Foto:

Gespräche waren in Corona-Zeiten oft nur über den Gartenzaun möglich.

Copyright: privat

Bild Konrad Pietsch


Bundesverband Poliomyelitis e.V.

  • Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmung
  • Freiberger Straße 33  |  09488 Thermalbad Wiesenbad