Aus dem Vorstand
Rückblick 2020 / Vorschau 2021


 
...Weihnachten und der Jahreswechsel waren für viele von uns ganz anders als gewohnt.
Große Feiern konnten aufgrund der geltenden Corona-Vorschriften nicht stattfinden. Stattdessen habe ich mir sagen lassen, wurde in den vergangenen Wochen und Monaten sehr viel mehr telefoniert.
 
Der Lockdown trifft die Selbsthilfe wieder hinsichtlich eines Verbotes von Gruppentreffen. Veränderungen und Verunsicherungen sind mehr und mehr spür- und sichtbar. Im Sinne der Selbsthilfe und vor allem für die Betroffenen können wir nur hoffen, dass die Einschränkungen alsbald möglich zurückgenommen werden können. Dazu kann jeder von uns seinen eigenen Beitrag zur schnellen Besserung der Lage leisten, indem sich an die Empfehlungen wie Kontaktbeschränkungen und Einhaltung der AHA-Regeln gehalten wird. Damit schützen wir nicht nur uns selbst, sondern auch alle anderen.
 
Trotz aller Einschränkungen ist die Vorstandsarbeit selbstverständlich nicht zum Erliegen gekommen. Vorstandssitzungen konnten jedoch nur virtuell stattfinden. Im Dezember haben wir unsere erste Video-Konferenz abgehalten, etwas gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Der Jahresabschluss 2020 sowie der Haushaltsplan 2021 wurden fertiggestellt. Dabei ist hervorzuheben, dass wir wieder eine nicht unerhebliche Summe an Spenden erhalten haben. Allen Spenderinnen und Spendern danken wir an dieser Stelle herzlich für ihre teils sehr großzügigen Zuwendungen.
 
Infolge des Infektionsgeschehens kann die für den 20. Februar 2021 in Augsburg geplante körperliche Vorstandssitzung nicht stattfinden. Ursprünglich war angedacht, in dieser Sitzung die Umsetzung der Ergebnisse aus der Befragung der Sprecher/-innen aus dem vergangenen Jahr in Angriff zu nehmen. Nun versuchen wir, eine Vorstandssitzung am 10. April 2021 durchzuführen.
 
Die anhaltende Pandemie macht es schwer, Veranstaltungen zu planen. Optimisten wie wir hoffen jedoch, dass wir in diesem Jahr unsere Fachtagung mit anschließender Mitgliederversammlung im Juli in Rheinsberg durchführen können. Überlegungen gehen dahin, dass diese in einer Präsenz- oder Hybridveranstaltung ablaufen soll. Bereits im Juni möchten wir an dem DIGAB-Kongress in Hamburg teilnehmen und im Oktober an der RehaCare. Wenn die Wissenschaftler Recht behalten, sollten in der zweiten Jahreshälfte viele Menschen geimpft sein und eine gewisse Normalität Einzug halten.
 
Zu der derzeitigen Lage passt ein Zitat von Erich Kästner:

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
 
Je üppiger die Pläne blühen,
umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich schrecklich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat.

Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen.
Es nützt nicht, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm, und bessert euch drauflos!
Im Namen des Vorstandes grüße ich Sie herzlich.

Ihre
Ulrike Jarolimeck

Bundesverband Poliomyelitis e.V.

  • Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmung
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