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Ausflug der Sprecherin der Regionalgruppe 84 - Saar
Ulrike Jarolimeck


Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Johann-Wolfgang von Goethe - Osterspaziergang
 
Der Wetterbericht hatte für Freitag, den 31. März, ein Superwetter versprochen. Das war Anlass für meinen Mann und mich, die Arbeit im Haus Arbeit sein zu lassen und einen vorgezogenen Osterspaziergang zu machen. Ein Ziel war schnell gefunden: der Baumwipfelpfad in Orscholz an der Saarschleife. http://www.baumwipfelpfad-saarschleife.de/saarschleife/ . Man sagt, das sei eine der schönsten Flussschleifen überhaupt.
 
Die Cloef in Orscholz war und ist ein Touristen-Magnet. Durch den Baumwipfelpfad  kann man die Saarschleife aus einer ganz anderen Perspektive betrachten, aber nicht nur das Wahrzeichen des Saarlandes, sondern auch die herrliche Umgebung unseres Landes. Der
1 250 m lange Baumwipfelpfad an der Saarschleife wurde erst im Sommer 2016 eröffnet. Kostenpflichtige Parkplätze befinden sich am Cloef-Atrium, dem Tagungs- und Besucherzentrum. Von dort sind es nur ein paar Schritte zum Eingang.

Der Pfad beginnt an der Touristen-Information und steigt ganz allmählich auf eine Höhe von 23 m durch den imposanten Mischwald an. Er ist für Rollstühle gut befahrbar und gilt als barrierearm. Barrierearm deshalb, weil die Steigungsstrecken etwas zu lang (24 bzw. 36 m) sind, bevor waagerechte Podeste zum Rasten erreicht werden. Die maximale Steigung beträgt 6 %.  Behinderten-Begleithunde und Betreuungs-Assistenzhunde sind auf dem Pfad erlaubt. Rollstühle und Rollatoren können nach telefonischer Anmeldung kostenlos an der Kasse ausgeliehen werden.
 
An didaktischen Stationen werden Leben und Lebensformen des Waldes anschaulich präsentiert. Für Besucher mit großer Abenteuerlust finden sich Erlebnisstationen entlang des Weges. Eine Rutsche und die „Rialtobrücke“ versprechen vor allem Kindern Spaß und Spannung.

Am Ende des Pfades erhebt sich dann der 42 m hohe Aussichtsturm, von dessen Plattform man einen fantastischen Blick auf die Saarschleife und die angrenzende Landschaft hat. Der Turm wurde als Spiegelung der Saarschleife in Halbkreisform entworfen und gebaut.
 
Für mich waren die Steigungsstrecken kein Problem, hatte ich doch meinen SmartDrive MX 2 als Rollstuhl-Antrieb dabei. Das Nachfolgemodell ist der SmartDrive MX 2+.
 
http://www.maxmobility.de/de/produkt/smartdrive-mx2-plus-neues-antriebssystem-mit-pushtracker
 
Er lässt sich ganz einfach an fast alle Rollstuhl­modelle anbringen. An Starrrahmen mit der optional erhältlichen Achsrohr­klemme – an Faltrollstühlen mit der abnehmbaren Universal­achse (Option). Es sind keine weiteren Teile notwendig. Allerdings: Der Gebrauch von SmartDrive setzt eine angemessene Handfunktion voraus. Es ist wie bei allen Hilfsmitteln, nicht jedes ist für jedermann gleich gut geeignet. Für mich persönlich ist es die optimale Lösung, um ohne viel Kraftaufwand von A nach B zu kommen. Der Vorteil ist, ich kann in meinem gewohnten Rollstuhl sitzen, der Antrieb ist leicht montierbar und stört auch nicht, wenn er ausgeschaltet ist. Der Rollstuhl wird im manuellen Betrieb dadurch unwesentlich schwerer.



Gruppenfahrt RG 84

Bundesverband Poliomyelitis e.V.

  • Interessengemeinschaft von Personen mit Kinderlähmung
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